|
|
Artisten aus dem neuen Sommerprogramm "CELEBRATION"
Reportage über Jana Mandana & die Krone-Hengste aus der Reiter Revue International (3-2011)
Von der Alp in die Manege
Wenn Jana Mandana mit den Hengsten des Circus Krone auftritt,
ahnt kein Zuschauer, wie viel Arbeit in den Dressuren steckt. Jahrelang wird geübt, bis
die Pferde ihr Publikum verzaubern. Diesen Weg haben vier Marbacher Junghengste noch vor sich.
|
 |
Tiertrainerin Jana Mandana bereitet
sich auf die Zirkusvorstellung vor. |
Bei der Morgenarbeit im Krone-Winterbau übt sie
mit den Araber-Hengsten das Steigen in der Reihe.
|
|
|
"Braaav, Marwadi, braaav."
Der bildhübsche dunkelgraue Vollblutaraber-Hengst
hat sich an der Longe ausgetobt, fällt in den Schritt und bleibt vor Jana Mandana stehen.
Dass er jetzt einen Leckerwürfel zur Belohnung bekommt, weiß er schon. Dann geht's wieder auf
den Zirkel, Marwadi buckelt noch ein paar Mal und läuft auf Kommando erneut zu seiner Lehrerin.
|
|

Ganz ohne Glamour arbeitet Jana Mandana morgens mit den Pferden in der Manege.
|
Jana Mandana klopft ihn lange und ist für heute zufrieden. "Das Wichtigste ist am Anfang, in
aller Ruhe und über viel Lob eine enge
Beziehung aufzubauen und das Pferd an
seinen Namen und an mich zu gewöhnen",
erklärt die 31-Jährige nach der Morgenarbeit
mit dem Hengst.
Marwadi hat jetzt schon gut zwei Monate
Zirkuserfahrung. Am 30. November des ver-
gangenen Jahres verließ er mit vier gleich-
altrigen Kollegen das Haupt- und Landgestüt
Marbach und bezog im Münchner Krone-
Winterbau seine Box, gleich neben seinen
Artgenossen von der Schwäbischen Alb.
Der Junghengst hat bereits einiges gelernt,
auch dass die nur 25 Zentimeter niedrige Um-
randung der Manege seine Grenze ist.
"Auch wenn die Pferde anfangs recht
turbulent ihrem Bewegungsdrang freien
Lauf lassen, hat noch nie eines versucht,
aus der Manege zu springen. So ein Lama
hüpft schon mal drüber, aber die Pferde
- nein die tun das nie", sagt Jana Mandana.
|
|
|
Löwen und Tiger
Marwadis Leben und das seiner Marbacher Weidekumpels hat sich komplett geändert. Dass nur wenige Meter von ihm entfernt der größte Elefantenbulle der Welt, sieben Tonnen schwer und 3,50 Meter hoch, steht, ahnt das junge Pferd natürlich nicht. Beim Anblick des Kolosses würde es gewiss zu Tode erschrecken. Aber da gibt es auch noch andere Sinneswahrnehmungen: Als Marwadi das erste Mal der strenge Geruch der Tiger und Löwen in die Nase stieg, reagierte er rechtschaffen irritiert, so wie es allen Pferde-Neuzugängen im Circus Krone ergeht. Wer oder was sich hinter dem Geruch verbirgt, wird Marwadi nie erfahren, denn die Raubkatzen bekommt er nicht zu Gesicht. Die gefährlichen Exoten sind am anderen Ende des Geländes untergebracht und huschen nur mal schnell am Pferdestall vorbei, wenn sie durch die Käfiggasse in die Manege laufen. Bis Marwadi selbst in der Vorstellung auftritt, werden Jahre vergehen. Die Ausbildung eines Zirkuspferdes dauert im Grunde ebenso lange wie die eines S-Dressurpferdes. Allerdings werden die Marbacher Hengste später nicht als Reitpferd durch die Manege tänzeln, sondern ihre Bestimmung in der Freiheitsdressur finden. Zwölf Araber-Schimmel hören auf Jana Mandanas Kommandos, drehen sich um die eigene Achse, laufen Volten zu zweit oder viert, formieren sich zu allen möglichen Varianten von Schlangenlinien - wohl bemerkt immer auf einer Fläche, die gerade mal einen Durchmesser von 12,5 Metern hat. Besonders anspruchsvoll: Ein Hengst verlässt die Gruppe, absolviert in der Manegenmitte ein kleines Soloprogramm und sortiert sich später wieder an seiner festgelegten Position ein. Bis diese Lektion perfekt "sitzt", wird ein Pferd schnell mal 13, 14 Jahre alt.
|
|
Peu a peu in die Höhe
Auch das Steigen der Hengste will jahrelang geübt sein.
Manche bringen viel Talent mit, anderen ist dies nicht in
die Wiege gelegt. Izam und Jassi, zwei Sechsjährige aus
Marbach, sind ungewöhnlich frühreife Gesellen. Sie dürfen
seit kurzem sogar schon in die Vorstellung, als "Schluss-
pferde" der Zwölfergruppe. Manches klappt noch nicht so
reibungslos, Izam neigt dazu, an seinem Vordermann
vorbeizudrängeln, aber Chefin Jana kann ihn meist schnell
wieder an seinen Platz zurückschicken. Die beiden
Marbacher steigen bereits wie Profis. Beim Reitpferd ist
das Steigen lebensgefährlich und absolut tabu, in der
Freiheitsdressur des Zirkus gehört diese Lektion zu den
Höhepunkten. Mit vier Jahren absolvieren die Pferde die
ersten Übungen. Links und rechts werden die Hengste
an der Longe von Helfern gehalten. Jana Mandana bringt
den Pferden bei, aus einer Vorwärtsbewegung heraus auf
der Hinterhand zu hüpfen. Das Vorwärts wird mit zu-
nehmender Sicherheit und Kraftentwicklung des Pferdes
immer weiter gedrosselt zu Gunsten des Aufwärts. Wenn
das Pferd gelernt hat, kerzengerade zu stehen, wird der
Schwierigkeitsgrad noch einmal deutlich gesteigert.
|

Die Tradition lebt. Bei Krone
tragen die Mitarbeiter die
historische Uniform.
|
|
|
Jetzt muss es, entsprechendes Talent vorausgesetzt, auf seinen beiden Hinterbeinen auf die Trainerin zulaufen, stets dirigiert von der nach oben zeigenden Peitsche. Das können Izam und Jass zwar noch lange nicht, aber ihre Anlage fürs Steigen beeindruckt ihre Ausbilderin. Dass Hengste sich das Steigen angewöhnen und es auch zeigen, wenn es nicht erwünscht ist, kommt gelegentlich vor. Dann muss in der Ausbildung ein Gang zurückgeschaltet werden. "Es ist aber enorm wichtig, dass ich mich nie mit den Pferden beim Steigen streite", erklärt Jana Mandana, "denn gerade für diese Übung brauchen sie viel Vertrauen."
Das Steigen der Hengste in freier Wildbahn oder auch auf der Weide ist immer Ausdruck eines Kampfverhaltens, im Zirkus aber müssen die Pferde es in Reih‘ und Glied tun. Es dauert lange, bis ein Pferd begreift, dass von einem neben ihm steigenden Hengst keinerlei Gefahr oder Aggression ausgeht. Bei einem Hengst weiß Jana Mandana bereits heute, dass er es nie richtig lernen wird: Samir, auch aus Marbach, jetzt siebenjährig. "Steigen kann er, aber mir dabei zu folgen, ist nicht so sein Ding", sagt sie lachend. Dafür hat der Graue andere Qualitäten. Selbstbewusst hat er sich seinen Platz an der Tete erarbeitet und die Routiniers der Gruppe, die teils schon über 20 Jahre alt sind, hinter sich gelassen. Trotz seines jungen Alters macht er sich als "Anführer" schon ganz gut.
|
|

Kleine Schmuseeinheit vom Pferdepfleger.
Gerade die Neuankömmlinge aus
Marbach genießen die Zuwendung.
|
Welcher Hengst welche Stärken mitbringt,
kann auch Jana Mandana nicht erkennen,
wenn sie auf "Einkaufstour" nach Marbach
fährt. "Aber das Auge sagt sehr viel
über das Interieur, über den Charakter
aus und auch über die Bereitschaft sich
unterzuordnen", meint sie überzeugt.
Stets dabei ist Zirkus-Chefin Christel
Sembach-Krone, deren Freiheitsdressuren
über Jahrzehnte zum Besten der Zirkuswelt
gehörten und von der Jana alles gelernt hat.
Auf das Urteil der Grande Dame, die seit
zwei Jahren nicht mehr selber in der
Manege auftritt, vertraut ihre 31-jährige
Musterschülerin uneingeschränkt:
"Wir lassen uns die Hengste zeigen,
die das Landgestüt verkaufen möchte,
und schauen, welche in unser
Programm passen. Für die Arbeit im
Zirkus ist es wichtig, dass die Pferde
nicht zu groß werden. Heute tendiert
die Araberzucht aber leider zu mehr
Stockmaß." Damit das Bild stimmig ist,
sich die Gruppe später recht einheitlich
präsentiert, kommen nur Schimmel mit
einem vergleichbaren Fundament in Frage.
Nicht ohne Stolz fügt Jana Mandana hinzu:
"Bislang haben weder Frau Sembrach-
Krone noch ich je ein Pferd als un-
brauchbar abgegeben. Okay, es lernen
nicht alle Hengste gleich schnell, aber
irgendwann platzt bei jedem der Knoten."
|
|
|
Zirkus-Chefin in spe
Christel Sembach-Krone war immer mit dem Zirkus verheiratet und hat keine eigenen Kinder. So adoptierte sie Jana Mandana, die einst in ihre Fußstapfen treten und als künftige Inhaberin den größten europäischen Zirkus leiten soll. Zirkusluft liegt der gebürtigen Schweizerin im Blut. Schon mit drei Jahren stand Jana erstmals in der Manege. Ihr Vater Urs Pilz ist Leiter des Zirkusfestivals in Monte Carlo. Dass Jana nicht Pilz heißt, sondern Mandana, hat einen Grund: Mandana lautete ihr zweiter Vorname und ist zugleich der Nachname ihrer persischen Großmutter. Ein wohl klingender Beinah-Künstername, der auf echten familiären Wurzeln basiert.
Viele der Tiere, die Jana heute in den Vorstellungen und im Training dirigiert, stammen aus der Ära von Christel Sembach-Krone. Die vier Elefanten sind schon rund 40 Jahre alt, älter als ihre "Dompteurin". Jana Mandana liebt die Dickhäuter über alle Maßen: "Elefanten sind viel sensibler als Pferde, sie nehmen es mir richtig übel, wenn ich mich mal ein paar Tage nicht so intensiv um sie kümmere."
Auch die vier Friesen, die jetzt knapp 20 Jahre alt sind, hatte Chefin Christel Sembach-Krone einst in den Niederlanden gekauft. Zum 50-köpfigen Hengstlot zählen ferner Lusitanos und Andalusier, mit denen die Hohe Schule vorgeführt wird, sowie Palominos. Die kleinen Blonden hatten in diesem Januar Vorstellungspause, kamen nur in den Morgenstunden der Bewegung halber in die Manege sowie in die Außenpaddocks. Alles Hengste wohlbemerkt.
|
Aussage Jana Mandana:
"Die Elefanten nenne ich immer
meine Tanten. Ich liebe sie."

Die Vorstellung der rund 40-jährigen
Elefanten des Circus Krone hat Jana
Mandana von ihrem Artistenkollegen
James Puydebois übernommen.
Er steht der 31-Jährigen noch
in der Manege zur Seite.
|
|
|
Jana Mandana erklärt: "Hengste präsentieren sich einfach besser, sie wollen gefallen, sind richtige kleine Angeber." Stressig sei die geballte Männertruppe übrigens nicht. "Keiner der Hengste hat jemals gedeckt, und Stuten haben wir natürlich nicht."
|
|
 |
Morgenarbeit im Krone-Winterbau mit Marbacher Hengsten: Die noch grauen Schimmel
sind die sechsjährigen Araber Izam und Jassi sowie der siebenjährige Samir, ganz links.
|
|
Eigenes Kraftwerk
In den Wintermonaten, wenn der Zirkus in seinem Münchner Stammquartier pausiert, werden drei wechselnde Programme angeboten - mit Erfolg, denn die wahren Krone-Fans der bayerischen Landeshauptstadt pilgern gleich mehrmals pro Saison zur Vorstellung. Da ist Abwechslung gefragt. Zur Kernmannschaft im Winterbau zählen rund 200 Mitarbeiter. Im Sommer, wenn der Zirkus auf Tournee geht, mal fünf Tage hier, mal fünf Wochen dort gastiert, kommt das Doppelte zusammen. Das Unternehmen ist fast autark, hat ein eigenes Kraftwerk, eine eigene Feuerwehr, sogar eine eigene Schule für die Kinder der Angestellten. "Nur Wasser für die Tiere brauchen wir", sagt Jana Mandana. Die Logistik, die hinter dem Zirkus steht, ist beeindruckend. 30.000 Quadratmeter braucht die Zirkus-Familie, um das 5.000 Sitzplätze fassende Tourneezelt. größte der Welt!), die Stalltrakte, Paddocks und sonstige Tiergehege sowie die Wohnwagen unterzubringen. Das alles wird auf 330 Lkw verladen, die mobilen Heime der Mitarbeiter eingeschlossen. Sattler und Schneider reisen mit, um das Zaumzeug der Pferde und die Kostüme der Artisten in Schuss zu halten, im 40-Tonnen Tieflader regiert der Küchenchef über das leibliche Wohl der Truppe. Während etliche Mitarbeiter aus der "Voraus-Crew" Plakate an den nächsten Tourneestandorten aufhängen, organisieren andere den kompletten Einkauf. Heu und Stroh wird meist bei den Landwirten im Umfeld der Gastspielorte bestellt, die Entsorgung von 16 Tonnen Mist pro Woche muss ebenso im Vorfeld geklärt werden. Wie viele Tonnen Müsli, Hafer, Möhren, Äpfel und vor allem Belohnungsnacks für die Pferde mit auf Reisen gehen, kann auch Jana Mandana nicht aus dem Kopf sagen. Dass aber ein Pfleger für jeweils vier Pferde zuständig ist, wissen alle - das ist Krone-Tradition. Und immer sind alle Hengste auf Tournee, egal, ob sie aktuell in der Vorstellung gezeigt werden oder Pause haben. "Kein Pferd bleibt im Winterbau zurück, denn ich muss sie täglich bewegen und mit ihnen arbeiten", so Jana Mandana.
|
|
Ein Pfleger für vier Pferde
Vier Pferde pro Pfleger, das klingt eigentlich nach Luxus-Job, ist es aber nicht. Viermal am Tag werden die Hengste gefüttert und mehrmals geputzt. In unterschiedlichen Gruppen müssen sie zur Morgenarbeit in die Manege, zum Hufschmied gebracht und nicht zuletzt für die Vorstellung am Nachmittag und am Abend herausgeputzt werden. Mit Federbüschen und allerlei glitzerndem Kopfschmuck, so wie früher üblich, präsentiert sich derzeit kein Hengst in der Manege, diese Requisten lagern im Fundus. Derzeit gibt es nur noch perlen- oder schmucksteinbesetzte Longiergurte, in denen die Ausbinder eingehakt werden. Und funkelnde Stirnbänder an den Trensen.
|
|
 |
|

|
Sattlermeister Eugeniusz Niescior zeigt
stolz das edle Zaumzeug der Pferde.
|
|
Gleich ist es soweit: Die Pfleger
holen die Hengste zur Vorführung ab.
|
|
|
|
Manche Pferde haben das schöne Zaumzeug für immer abgelegt. Warum Zirkustiere, speziell die Araber, so alt werden, kann niemand beantworten, aber die ältesten Pferde bei Krone sind jetzt fast 30, ältere gab‘s auch schon. Wenn Jana Mandana und Christel Sembach-Krone spüren, dass die Pferde nicht mehr wollen, wechseln sie aufs Altenteil. Der Zirkus betreibt einen eigenen Hof in Wessling außerhalb von München. 1938 kaufte Zirkusgründer Carl Krone das Gestüt, das lange Zeit der Haflingerzucht diente. Im Zweiten Weltkrieg übersiedelte der komplette Zirkus nach Wessling und konnte seine Tiere und das Inventar retten, während der Kronebau in München von Bomben in Schutt und Asche gelegt wurde. Heute leben knapp zehn Pferde-Rentner hier, in großzügigen Boxen mit Paddocks und Weiden. Die Freiflächen werden manchmal auch von den übrigen Hengsten bevölkert. So oft es geht und es das Wetter erlaubt, fahren die Pfleger während der gut fünfmonatigen Winterpause die Zirkuspferde in kleinen Grüppchen per LKW nach Wessling zum Weidegang. "Tierschutz und eine artgemäße Haltung ist heute im Zirkus ein großes Thema", sagt Jana Mandana. Sie weiß, wovon sie spricht. Auch der Circus Krone geriet vor ein paar Jahren ins Visier der Tierschützer, Chefin Christel Sembach-Krone musste sich gegen Vorwürfe, sie verstoße gegen das Tierschutzgesetz, behaupten. Damals ging es in erster Linie um die fixierten Elefanten, nur in zweiter um die Haltung der Hengste. Die öffentliche Kritik hat man sich zu Herzen genommen. Heute leben die Hengste in Boxen, die genauso groß bzw. klein sind wie die in Landgestüten und bei Privathengsthaltern auch. Jana Mandana: "Mir ist es wichtig zu betonen, dass sich in Sachen Tierschutz auch bei uns viel geändert hat."
|
|
Im Interview: Dr. Astrid von Velsen
Die Leiterin des Haupt- und Landgestüts Marbach, Dr. Astrid von Velsen,
erkaufte im November wieder vier Hengste an Circus Krone.
Reiter Revue International:
Warum geben Sie Pferde an Circus Krone ab?
Das Haupt- und Landgestüt Marbach bewahrt das wertvolle Kulturerbe der Araberzucht des ehemaligen württembergischen Königshauses. Wie jeder Züchter behalten wir nur die für die Zucht am besten geeigneten Tiere, alle anderen werden in gute Hände verkauft. Der Circus Krone ist seit vielen Jahren guter Kunde, und wir wissen, dass die Pferde dort eine sehr gute Haltung, Fütterung und Pflege sowie eine pferdegerechte, auf den klassischen Grundsätzen der Reitkultur basierende Ausbildung erfahren.
Reiter Revue International:
Welche Erfahrungen haben Sie mit der dortigen Tierdressur gemacht?
Schon meine Vorgänger haben eine gute Geschäftsbeziehung mit Frau Sembach-Krone gepflegt und sich regelmäßig von der Pferdehaltung und -ausbildung im Circus Krone überzeugt. Auch ich habe vor dem Verkauf der Junghengste in persönlichem Kontakt mit Frau Mandana und Frau Sembach-Krone gestanden. Ich war bei meinen Besuchen in München von der pferde- und altersgerechten Ausbildung der Hengste begeistert und konnte beobachten, dass die Pferde keine Verhaltensauffälligkeiten haben. Frau Mandana ging während des Trainings mit viel Fachkunde, Ruhe und Konsequenz einfühlsam auf jedes einzelne Pferd ein und ließ ihnen nach der Arbeit Freiraum für soziale Interaktionen. Im Übrigen gelten ja die allgemeinen auf das Tierschutzgesetz gestützten Grundsätze der tiergerechten Haltung uneingeschränkt auch für Zirkustiere.
Reiter Revue International:
Eine radikale Tierschutzorganisation kritisiert die Haltungsbedingungen im Zirkus
und fordert, keine Pferde an Krone abzugeben. Wie gehen Sie mit der Kritik um?
Für unser tägliches Handeln steht der Tierschutz immer im Vordergrund. Insgesamt beobachten wir mit Sorge, dass sich die Gesellschaft immer weiter von der Natur entfremdet und sich immer mehr von virtuellen Welten verführen lässt. Pferdeleute und Landwirte haben in der Vergangenheit versäumt, die Gesellschaft davon zu überzeugen, dass sie es sind, die die Erfahrung, das Fachwissen und die Kompetenz in der Tierhaltung und -ausbildung besitzen und die täglich darum bemüht sind, diese im Sinne der Tiere zu verbessern. Daher haben es solche Organisationen leicht, mit der Unwissenheit und den Emotionen der Menschen zu spielen und unbegründete Kampagnen loszutreten.
|
Reportage von Susanne Henning
Fotos von J. Reumann
Die Reportage aus der Reiter Revue International 3-2011
www.reiterrevue.de
Noch mehr über Jana Mandana finden Sie hier:
Jana Mandana - Pferde
Jana Mandana - Exotentableau
Jana Mandana - Spielend zum Erfolg
Jana Mandana - Janas neue Kleider
|